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»Am Ende muss immer der Elternwille zählen«

Grün-Schwarz will bis zum Sommer mehrere Bildungsreformen auf den Weg bringen. Der Vorsitzende des Landeselternbeirats, Sebastian Kölsch, sieht vor allem die Pläne für die Grundschulempfehlung kritisch. Er setzt auf mehr Beratung.

Grün-Schwarz hat sich Ende April auf grundlegende Reformen im Bildungssystem geeinigt. [...] Was bedeutet das für die Zukunft der Schulen?

»Teile der beschlossenen Reformen können vermutlich erst nach der Landtagswahl 2026 in Kraft treten. [...] Genau das sollten wir den Schulen ersparen - dass vor der Wahl alle wie ein Kaninchen vor der Schlange sitzen und bibbern müssen, ob es wie geplant weitergeht oder ob wieder etwas ganz anderes kommt. [...] Es muss um die Qualität des Unterrichts gehen, nicht um ständig neue Strukturdebatten.«

[...]

Ist der Elternwille denn immer das Beste für das Kind?

»Am Ende muss immer der Elternwille ausschlaggebend sein. Das ist ja auch in anderen Lebensbereichen der Fall, warum also nicht auch bei der Schule? Natürlich gibt es einige Eltern, die eine falsche Wahl treffen, das gilt aber genauso für Lehrkräfte. Es muss darum gehen, Fehlentscheidungen von beiden Seiten zu minimieren.«

[...]

Unabhängig vom Bildungspaket gibt es noch altbekannte Dauerbaustellen. Stichwort: Lehrermangel. [...]

»Ich glaube, es tut sich was. [...] Die Befürchtung der Lehrerverbände, die Lockerungen könnten zu einer Deprofessionalisierung führen, kann ich nachvollziehen. Allerdings: In manchen Gebieten im Land wäre es für die Eltern schon mal gut, wenn sie wüssten, dass überhaupt Unterricht an der Schule stattfindet – oder zumindest jemand da ist. [...] Ich gehe nicht davon aus, dass sich dies im nächsten oder übernächsten Schuljahr signifikant verbessert.«

Südwest Presse vom 17.05.2024
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