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pdf Gemeinsames Papier zur Ganztagsgrundschule Beliebt

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Ganztagsschule in der Zivilgesellschaft verankern!
Gemeinsames Papier formuliert politische Aufgaben zur Weiterentwicklung
 
Die Einführung der Ganztagsgrundschule seit August 2014 nahmen der Landeselternbeirat und der Landesschülerbeirat Baden-Württemberg zum Anlass, gemeinsam mit außerschulischen Partnern Perspektiven für die Weiterentwicklung dieser Regelungen zu entwickeln.
 
Ausgehend von einem Symposium im Januar 2015 wurde ein gemeinsames Papier von folgenden Partnern erarbeitet:
·        Diözese Rottenburg-Stuttgart
·        Evangelische Landeskirche in Baden
·        Evangelische Landeskirche in Württemberg
·        Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg
·        Landesjugendring Baden-Württemberg
·        Landesmusikrat Baden-Württemberg
·        Landessportverband Baden-Württemberg
·        Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di
·        Landesschülerbeirat Baden-Württemberg
·        Landeselternbeirat Baden-Württemberg
 
Einige zentrale Punkte lauten:
 
1.    Ganztagsschule muss sich der Zivilgesellschaft öffnen. Außerschulische Lernorte sind kein schmückendes Beiwerk, sondern Erfolgsbedingung.
2.    Gute Ganztagsbildung benötigt qualitativ hochwertige Bildungsangebote – dafür sind Mindeststandards bezüglich der Personalausstattung, sicherer Beschäftigungsbedingungen, Räumlichkeiten sowie der Qualifikation der eingesetzten Personen unerlässlich.
3.    Dass viele verschiedene gesellschaftliche Kräfte Verantwortung für die Erziehung und Bildung der nachwachsenden Generation übernehmen, ist ein Garant für die langfristige Vitalität unserer Gesellschaft. Daher müssen die Prinzipien von Pluralität und Subsidiarität für die Ganztagsschule leitend sein.
4.    Die Bildung selbstbewusster und verantwortungsbereiter Menschen ist nicht möglich ohne ihnen Freiräume zur Selbstgestaltung und zur Selbstbestimmung zu sichern.
5.    Die Monetarisierungsmittel dürfen nicht zur kommunalen Refinanzierung von Betreuungsangeboten, sondern müssen zur Finanzierung qualitätsvoller Angebote außerschulischer Partner eingesetzt werden. Die Kommunen dürfen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Ganztagsschulen werden nur angenommen werden, wenn sie qualitätsvolle pädagogische Programme unter intensiver Einbeziehung außerschulischer Partner anbieten können.
 
Die beteiligten Partner fordern die im Landtag vertretenen Fraktionen und das Kultusministerium auf, bis zum 04.09.2015 eine schriftliche Stellungnahme zu den aufgeführten Punkten an den Landeselternbeirat und den Landesschülerbeirat zu senden. Das gemeinsame Papier soll in Schulkonferenzen, Elternbeiräten, SMVen sowie in weiteren Gremien, die mit der Frage der Ganztagsbildung befasst sind, diskutiert werden.